Teilhaben mit Intensivworkshops

Intensivworkshops sind partizipative Formate von reges:BOR. Zwei Tage lang treffen sich Expert:innen, Bürger:innen und Betroffene, um das Thema einzukreisen und Projektvorhaben herauszudestillieren. Die Workshops finden in Präsenz oder – wenn nötig – auch virtuell statt.

Im Mai 2021 hat der Intensivworkshop „Erwerbstätige pflegende Angehörige“ stattgefunden. Es sind eine Vielzahl an Projektideen entstanden, die von der Projektentwicklung reges:TuN entwickelt und werden.

Intensivworkshop: Gesund Aufwachsen

Was bringt Dich dazu, Dich gesund zu ernähren? Wie kannst Du Deinen inneren Bewegungsmuffel überwinden? Wir wollen die Gesundheit von Jugendlichen stärken – dazu brauchen wir Dich und Deine Ideen.

Diskutiere mit Expert:innen und anderen Jugendlichen. Und trage dazu bei, dass Deine Ideen auch wirklich umgesetzt werden.

Ein Workshop für Kinder und Jugendliche, Erzieher:innen, Lehre:innen, Eltern, Projektträger, Leute aus Verwaltung und Politik.

Foto:  LSB NRW | Andrea Bowinkelmann

Alle Infos auf einen Blick

Ablauf:

Ihr sitzt mit Jugendlichen (ab 12) und Eltern, Lehrer:innen, Erzieher:innen und kommunalen Vertreter:innen an einem Tisch. Alle Ideen bekommen Raum, alles darf und soll frei entwickelt werden.

Am ersten Tag wird diskutiert, wie die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen aktuell aussehen, was sie sich wünschen und was sie brauchen, um gesund aufzuwachsen. Die Bedürfnisse werden ermittelt, die Ideen gesammelt – eine „Wunschliste“ entsteht.

Am zweiten Tag entwickeln unsere Teilnehmer:innen die Ideen zu konkreten Projektskizzen. Welche bestehenden Projekte können verbessert werden? Welche neuen Maßnahmen können installiert werden, und wie?

Unser Ziel:

Kinder, Jugendliche und Eltern sammeln gemeinsam mit Expert:innen Ideen für eine positive gesundheitliche Entwicklung. Bestehende Projekte kommen auf den „Zielgruppen-Prüfstand“, es sollen aber auch neue Projekte entstehen.

Für die Weiter- oder Neuentwicklung steht im Anschluss an den Intensivworkshop unsere Projektschmiede reges:TuN zur Verfügung.  

Kostenlose Teilnahme:

Mittagessen und Vormittags- und Nachmittagssnacks sowie Getränke sind enthalten. Spaß und Unterhaltung finden ebenso ihren Platz wie ein bisschen Bewegung.

Format:

Arbeit in Kleingruppen à 6-8 Personen, angeleitet von speziellen Trainer:innen.

Termin:

Leider ist die Veranstaltung abgesagt.

Intensivworkshop: erwerbstätige pflegende Angehörige

Erwerbstätige pflegende Angehörige fühlen sich überfordert, allein, zerrissen zwischen den Anforderungen. Sie verlieren Zeit und Nerven mit Bürokratie. Und sie erfahren nur wenig gesellschaftliche Wertschätzung für ihr Engagement.

Wie die physische und psychische Gesundheit von pflegenden Angehörigen, die außerdem mitten im Beruf stehen, gefördert werden kann, diskutierten 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Intensivworkshop „Gesundheitsförderung für erwerbstätige pflegende Angehörige“, der am 28. und 29. Mai online stattfand.

Pause muss sein: Unsere Kollegin Anna Böhmer brachte die Teilnehmer:innen in der bewegten Pause auf Trab. Foto: jcomp – freepik.com

Betroffene kamen mit Vertreter:innen aus Behörden, Kommunen, Gesundheitsverwaltung und Unternehmen zusammen. Eigene Pflegeerfahrungen flossen ebenso in die Diskussionen ein wie Ergebnisse einer Befragung von Betroffenen, die reges:BOR im Vorfeld durchgeführt hatten.

Das Arbeitsjournal: Unser didaktisches Hilfsmittel für Gedanken, Stichworte und Ideen aller Art.

Doch Diskussionen alleine führen nicht zu Lösungen: Die Teilnehmenden benannten im ersten Schritt die „unerwünschten Zustände“, also die Probleme der Betroffenen. Daraus leiteten sie ab, was pflegende Angehörige bräuchten, um ihre Situation besser bewältigen zu können. So entstand eine Vielzahl an Ideen, die im Laufe der Arbeit eingegrenzt und konkretisiert wurden. Sechs Maßnahmen blieben übrig, die nun auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden.

Im Idealfall könnten bereits 2022 erste Projektpflänzchen das Licht der Welt erblicken – bis dahin müssen sie noch weiter aufgezogen werden. Das geschieht in den folgenden Wochen durch die Projekt-Entwicklungsschmiede reges:TuN. 

„Wir wollen erste Keimlinge entwickeln, aussetzen und gießen. reges:TuN wird dann für alles da sein, was auf dem Weg zu tun ist.“

Prof. Dr. Marcellus Bonato, Projektleiter reges:TuN

„Es war im Workshop eine echte Herausforderung, stets Kompromisse zu schaffen. Es gibt die Denker, die Macher, die, die fachlich auf die Ideen gucken und die, die von oben drauf gucken.“

Workshop-Teilnehmerin

Entstandene Projektideen

Die Pflege-Parent-Party

Eltern von pflegebedürftigen Kindern sind häufig besonders isoliert, zudem ist die Informationslage für sie dürftiger. Die „Party“ bringt betroffene Eltern online und real  zusammen – in einem fest etablierten Netzwerk mit zentraler Steuerung und regionalen Angeboten.

Der Podcast für pflegende Enkel

Auch Jugendliche und junge Erwachsene pflegen. Für sie gibt es bislang keinerlei „Ort“, der ihr Lavieren zwischen Familienpflege, Schule, Ausbildung oder Studium abbildet. Der Podcast nimmt ihre Themen auf, die Sozialen Kanäle rund um den Podcast führen die Inhalte weiter. 

Starke Betriebe für pflegende Angehörige

KMU bilden „Lerntandems“: Die Unternehmen unterstützen sich gegenseitig, lernen voneinander, bilden vielleicht Synergien. Die Aktivitäten gehen von Geschäftsführung bzw. Personalentwicklung aus. Ziel ist stets, die Situation der Mitarbeitenden zu erleichtern, um sie im Betrieb zu halten.

Hand in Hand – Begegnungs- und Beratungscafé

Echte menschliche Begegnungen mit anderen Betroffenen sowie unabhängigen Berater*innen fehlen vielen epA. Hand in Hand möchte Menschen in ähnlicher Situation zusammenbringen, sie unabhängig beraten, aber auch Angebote für ein Miteinander machen.

Der Picknickkorb der Selbstfürsorge

Neu-Pflegenden wird ein Paket an die Hand gegeben, das sie über alle Angebote in ihrer Kommune informiert – im Idealfall schon als „Rüstzeug“ vor Eintreten einer Pflegebedürftigkeit. Ein Koordinationsbüro sorgt für Recherche und Vernetzung.

Die Etablierung von epA-Begleiter:innen in Betrieben

Mehr Achtsamkeit den pflegenden Mitarbeiter:innen gegenüber: Geschulte und regional gut vernetzte Berater:innen in den Betrieben nehmen die organisatorischen Herausforderungen und die (Arbeitsplatz)Sorgen der Mitarbeitenden wahr und finden gemeinsam Wege. Eine Maßnahme der Unternehmen, um ihre wertvollen Fachkräfte zu binden.