Das Netzwerk reges:BOR

reges:BOR ist ein Netzwerk zur Gesundheitsförderung und Prävention im Kreis Borken. Netzwerkpartner:innen sind

  • Professionelle Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen, etwa Krankenhäuser, Ärztenetzwerke, Krankenkassen
  • Vertreter*innen der Lebenswelten der Bürger:innen, wie Betriebe, Schulen, Vereine
  • Kommunale Verwaltung und (Gesundheits-)Politik

Mit ihrer Beteiligung betrachten wir den Menschen in seinem Umfeld, seinen Settings und seinen Systemen.

Wie arbeitet reges:BOR?

Wir analysieren Datenlagen zu Gesundheit und Wohnbefinden, Angebotsstrukturen im Kreis Borken sowie Transferhemmnisse. Wir schauen danach, was den Menschen geboten wird, was ankommt, was nicht und warum nicht.

So befördern wir neue Perspektiven auf altbekannte Phänomene, die zu neuen Interventionen führen.
Durch das Wechselspiel von wissenschaftlichen Daten und praktischen Beobachtungen im Netzwerkverbund entsteht Neues: neue Angebote für die Menschen.

Unser Selbstverständnis als Netzwerk

Was ist der Kern von reges:BOR? Was macht uns aus, wie arbeiten wir? Diesen sog. „Purpose“ haben wir mit dem „Why-How-What-Prozess“ für unser Netzwerk erarbeitet.

In Kurzfassung: Wir empowern uns als Akteure der Gesundheitsförderung und initiieren Entwicklung im Kreis Borken, damit die Menschen gesund aufwachsen und leben können.

Dies tun wir konkurrenzfrei und nachhaltig. Gemeinsam erkunden wir und blicken über den Tellerrand des Altbekannten. Wir wollen individuelle und kollektive Ressourcen freisetzen und erkennen die Menschen als Expert:innen ihrer eigenen Lebenswelten an. Wir bringen die Berichte und Erfahrungen aus der Region und die Datenlage in Einklang und gewinnen daraus neue Ansätze und Erklärungen.

01 WARUM

WIR empowern uns als Akteure der Gesundheitsförderung und initiieren Entwicklung im Kreis Borken
DAMIT die Menschen gesund aufwachsen und leben können.

02 WIE

Konkurrenzfreiheit
Wir sind konkurrenzfrei im Kollektiv und arbeiten transparent. Wir ergänzen wechselseitig unsere Meinungen und Handlungsabsichten. Jeder Input der Netzwerkpartner:innen ist relevant und wird aktiv eingeholt.

Nachhaltig verbunden
Wir machen keine „Schnellschüsse“, denn wir brauchen Zeit und Durchdringung, um neue Blickwinkel zu gewinnen. Dadurch schaffen wir nachhaltige und dauerhafte Verbindungen. Jede:r Netzwerkpartner:in geht diese stabilen Verbindungen mit uns und untereinander ein. Profiteur unserer Netzwerkaktivitäten ist die Region.

Gemeinsam erkunden
Zusammen mit den Menschen in der Region und unseren Netzwerkpartner:innen wagen wir den Blick über den Tellerrand. Gestützt auf unsere nachhaltigen Strukturen, üben wir uns in einer offenen und neugierigen Arbeitsweise. Hierbei lassen wir auch spielerische und erkundende Formate und offene Lösungsräume zu.  

Individuelle und kollektive Ressourcen freisetzen
Wir erkennen die Menschen und Organisationen im Kreis Borken als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt an und orientieren uns an ihrer Alltagsstruktur. Wir respektieren die gesundheitsbezogenen Werte der Menschen und deren Vorstellungen zu ihrem eigenen Wohlbefinden.

03 WAS

PRODUKTE
Netzbuch

Datenaufbereitung:
– Zusammenstellung von Daten
– Bedarfe analysieren – Datenlage klären
– quantitative und qualitative
Datenerhebung 

Wissenschaftliche Beiträge

Kommunikationsstrategie für das Netzwerk

FORMATE
Netzwerktreffen
Netzwerkvisiten
Einzeltermine mit den Netzwerkpartnern
Fachkreistreffen
Intensiv-Workshops
Teilnahme an bundesweiten Veranstaltungen 
rund um das Thema Gesundheitsförderung

Unsere Arbeitsschritte

Der Projektzeitraum erstreckt sich über insgesamt fünf Jahre, von 01.01.2018 bis 31.12.2022.

Zunächst nimmt das Projekt eine settingübergreifende Kartierung des Kreises Borken vor. Grundlage dafür sind vorliegende aktuelle Routinedaten zur Beschreibung der für den aktuellen Stand der Gesundheitsförderung und Prävention relevanten Basisparameter. Ergänzend kommen Daten zu Aktivitäten und Interventionen in den diversen Settings hinzu, außerdem Daten aus Primäruntersuchungen. Dabei werden Daten berücksichtigt, die die aktuellen Angebote der Prävention und Gesundheitsförderung im Kreis Borken beschreiben.

Kern des Projektes ist der Aufbau eines belastbaren Netzwerkes. Da reges:BOR die verschiedenen Settings und die dazwischenliegenden Übergänge betrachtet, setzt sich das Netzwerk aus relevanten Partnern der Gesundheitsförderung und Prävention und lokalen Akteuren der Settings zusammen.

Die Kooperationspartner unterstützen zum einen den Aufbau des Datenpools. Zum anderen kennen und bewerten sie den Status Quo der Gesundheitsförderung und Prävention im Kreis und können gemeinsam mit uns die regionsbezogenen Interventionen beurteilen und initiieren, die im Projekt angegangen werden.

Die Projektmitarbeiter:innen übernehmen die Moderation des Netzwerkes unter Einbezug bestehender Angebotsstrukturen, regionsspezifischer Besonderheiten und vorhandener Akteure (partizipativer Ansatz).

Verringerung von Transferhemmnissen

Das Netzwerk identifiziert außerdem Transferhemmnisse und entwickelt Strategien, diese zu verringern. Grundlage zu deren Identifikation sind settingbezogene und -übergreifende Forschungsergebnisse zu Ansätzen der Gesundheitsförderung und Prävention. Ziel ist immer die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bürger:innen, eine zielgruppenentsprechende Verhältnis- und Verhaltensprävention sowie die Vernetzung der gesundheitsbezogenen Aktivitäten.

Inhaltliche Bearbeitung der Themenstellungen

Konkrete Themenstellungen werden durch so genannte Fachkreise bearbeitet. Der Fachkreis „Erwerbstätige pflegende Angehörige“ nimmt Betroffene in den Blick, für die zwar entlastende Angebote existieren, die aber möglicherweise nicht ausreichen oder nicht wahrgenommen werden (können) oder die tatsächlichen Bedürfnisse zu wenig berücksichtigen. Mit Hilfe von Daten, die durch eine Befragung von Betroffenen erhoben werden, und unter Berücksichtigung der vorhandenen Angebote und weiteren Ressourcen der Fachkreis-Teilnehmer sollen passgenauere Angebote sichtbar gemacht werden oder neu entstehen.

Ein weiterer Fachkreis „Gesund Aufwachsen“ widmet sich dem Setting rund die Geburt und den ersten Lebensjahren der Kinder im Kreis Borken.

Einordnung in das Gesamtprojekt münster.land.leben

Das durch die BMBF-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ geförderte Projekt münster.land.leben besteht aus 13 Teilprojekten (TP).

Die vier größten Teilprojekte sind dem ruralen Raum um Münster herum zugeordnet (WAF, ST, COE, BOR).

Dabei ist reges:BOR (Teilprojekt 4) dem Kreis Borken zugeordnet. Somit kommen alle Aktivitäten von reges:BOR diesem Kreis zu Gute.

Langfristiges Ziel

Langfristig sollen alle Akteure im Kreis Borken befähigt sein, das Netzwerk selbstständig weiterzuführen, Themen zu identifizieren, gemeinsame Lösungsansätze zu erarbeiten und für die Bürger:innen zugänglich zu machen. Darüber hinaus soll der Kreis Borken dauerhaft als Transferplattform nutzbar sein, um weitere wissenschaftliche Fragestellungen rund um das Thema Gesundheit zu platzieren.

Die Netzwerkpartner